Warum nimmt Frankreich UFOs ernst, während Berlin abwinkt? Der Marinehistoriker Alexandre Sheldon-Duplaix kennt die französische Verteidigung von innen – und UFO-Zwischenfälle, von denen in Deutschland kaum einer gehört hat.
UFOs sind bekanntlich ein Tabuthema für die meisten Regierungen, ganz besonders natürlich für die deutsche. Es ist auch noch gar nicht so lange her, da wurde ich in der Bundespressekonferenz noch ausgelacht, weil ich wissen wollte, wann auch die deutsche Regierung endlich ihre UFO-Akten freigibt. Doch seit Jahrzehnten dieselbe Antwort: Wir wissen nix, wir haben nix. Ganz anders verhält es sich in Frankreich. Schon seit 1977 erforscht dort eine staatliche Behörde das Phänomen und veröffentlicht inzwischen regelmäßig neue Fallakten. UFOs werden in Frankreich also seit Jahrzehnten ernst genommen. Aber warum eigentlich? Wieso tanzen die Franzosen derart aus der Reihe? Darüber habe ich mit Alexandre Sheldon-Duplaix gesprochen. Er ist Marinehistoriker, hat zwölf Jahre im französischen Verteidigungsministerium gearbeitet und danach mehr als 20 Jahre lang im historischen Dienst des Verteidigungsministeriums geforscht. Er kennt die französische Verteidigung von innen. Und er kennt UFO-Zwischenfälle beim französischen Militär, von denen in Deutschland kaum einer je gehört hat.
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Darin erzählt Sheldon-Duplaix von UFO-Zwischenfällen bei der sowjetischen Marine, die ihm Offiziere selbst enthüllt haben – und von der Geschichte, die er sich damals nicht in sein Buch zu schreiben wagte. Was stand in dem geheimen Protokoll, das Moskau und Washington 1971 vereinbarten? Wo sind die Akten geblieben, die die französische Luftwaffe in den 1950er-Jahren über UFOs anlegte? Wer steckte wirklich hinter den fremden U-Booten, die Schweden jahrelang jagte? Und worauf bereitete ein Lehrbuch der US Air Force von 1969 angehende Offiziere vor, als es von mehreren Arten von Besuchern sprach?
Wie praktisch für die Regierungen: Tauchen über Europa unbekannte Drohnen auf, zeigen alle auf Russland. Über den Militärbasen in Amerika stammen sie dagegen aus China. Aber was steckt wirklich hinter diesen Fluggeräten?
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