Dr. Christian Peters über Trumps Akten-Freigabe und die Frage, wie die deutsche Regierung darauf vorbereitet ist
Fast täglich neue Statements von Politikern, Militärs und sogar dem US-Präsidenten selbst: In den USA scheint das Disclosure-Fieber endgültig ausgebrochen zu sein. Am 8. Mai 2026 hat das Pentagon die ersten 160+ bislang geheimen UAP-Akten über das neue PURSUE-Portal veröffentlicht. Donald Trump postet KI-generierte Bilder von Aliens in Handschellen, Matt Gaetz spricht von angeblichen Hybrid-Programmen, die NSA gibt nach einer Klage der Disclosure Foundation hunderte Seiten zuvor als „TOP SECRET UMBRA“ klassifizierter Akten frei. Aber was bedeutet das politisch wirklich? Steht uns die vollständige Offenlegung bevor – und wenn ja, mit welchen Folgen? Robert Fleischer spricht mit dem Politikwissenschaftler Dr. Christian Peters über das Timing der Aktenfreigabe, Trumps innenpolitische Baustellen, das Szenario einer „Catastrophic Disclosure“ nach Alexander Wendt und die Frage, warum sich Wissenschaft und Politik in Deutschland diesem Thema immer noch verweigern. Peters‘ nüchternes Fazit: Der jüngste Daten-Drop hat das UFO-Phänomen weder bestätigt noch widerlegt – aber Deutschland steckt im Umgang mit ihm noch „in den Kinderschuhen“.
Themen im Interview:
– Trumps Motive: Wahlversprechen oder Ablenkungsmanöver?
– Was der NSA-„UMBRA“-Drop wirklich enthält
– Alexander Wendt und die These vom Souveränitätsverlust
– Deloittes „Schwarzer Schwan“-Studie zum NHI-Szenario
– Wissenschaft am Rand: Anomalieforschung als Methodenproblem
– Der von Peters entwickelte Code of Conduct für UAP-Studies
Über den Interviewgast:
Dr. Christian Peters ist Politikwissenschaftler und Geschäftsführer der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) an der Universität Bremen. Er studierte Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft in Hamburg, San Francisco und Heidelberg, promovierte an der TU Dresden und in Paris zu einem Thema der vergleichenden Politischen Kulturforschung und war zuvor wissenschaftlicher Referent bei der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Seit einigen Wochen ist er als assoziierter Forschungsdirektor bei der Sol Foundation und hat dort einen Code of Conduct für die wissenschaftliche UAP-Forschung entwickelt. Er gilt als der profilierteste deutsche Politikwissenschaftler in diesem internationalen Forschungsfeld.


Schön zu wissen, dass wir auch jemanden bei der SOL Foundation zu sitzen haben 🙂
Ich hoffe bei der ganzen Debatte, dass die Kongressabgeordneten den roten Faden im Kaninchenbau nicht verlieren und keiner zu fantastischen Geschichte aufliegen die ihnen geheim mitgeteilt wird, ähnlich wie bei Linda Moulton Howe damals. Die ganzen KI-generierten Clickbait Meldungen in den sozialen Netzwerken erweisen der ganzen Disclosure Bewegung einen Bärendienst. Oder wenn in US-Medien Videos gezeigt werden auf denen mit ziemlicher Sicherheit einfach ein Vogelschwarm zu sehen ist und dann über Außerirdische und Dämonen gesprochen wird, macht das die Skeptiker selbstverständlich noch skeptischer. Aber vielleicht ist es auch genau das was die Geheimdienste erreichen wollen.
Trotzdem sehr spannend das ganze und ich bin froh in so einer Zeit leben zu dürfen. Ich bleibe pessimistisch, hoffe aber trotzdem das Beste!
Liebe Grüße aus Berlin
„In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn etwas passiert, können Sie wetten, dass es so geplant wurde.“ — Franklin Delano Roosevelt
Kritisch bleiben ist immer gut/gesund!
Video auf
https://www.youtube.com/watch?v=p7lVkJOzHhE
Seltsam….das Vid ist nur auf YouTube…..